Полоцкий государственный университет

Die erfolgreiche Sportlerin, Preistr?gerin zahlreicher Wettk?mpfe im Rudern, bezauberndes M?del und starke Pers?nlichkeit, sowie Studentin der Fakult?t f?r Sport und P?dagogik der Staatlichen Universit?t Polozk Katsiaryna Shliupskaia schreitet von Sieg zu Sieg mit Selbstsicherheit.

Katsiarynas Beurteilungsbogen ist beeindruckend: Silber an der 27. Sommer-Universiade in Kasan (2013), Gold an der Europa-Meisterschaft in Varese (Italien, 2012), Silber an der Europa-Meisterschaft in Plowdiw (Bulgarien, 2012), Silber an den Weltmeisterschaften in Trakai (Litauen, 2012), Brest (Belarus, 2010), Linz (?sterreich, 2008)… Und das ist nur der kleine Teil ihrer Verdienste und Erfolge.

– Katsiaryna, was k?nnen Sie ?ber Sie und Ihr Leben erz?hlen? Wie wurden Sie Sportlerin? Warum n?mlich Rudern und keine andere Sportart?

– Fr?her waren meine Eltern Sportler: Mama trieb Leichtathletik, Papa – Rudern, es war schon lange her, in den Sowjetzeiten. Meine Sportkarriere begann ich mit Tanzen – parallel zur Schule in Bahatyrskaia beendete ich auch die Tanzschule. Und dann biet mein Vater an, meine Kr?fte im Rudern zu pr?fen. So begann ich, die Polozker Rudernstation zu besuchen. Das Rudern eroberte mich, weil es f?r mich etwas Neues war, etwas Anderes. Meine Sportart ist komplex, schlie?t viele andere ein. Im Winter sind das Schilaufen, Schwimmen, Laufen und verschiedene Trainings. Bald kamen die ersten Leistungen. Daran konnte mein Tanzunterricht zu Hilfe sein, denn ich hatte manche Fertigkeiten, Geduld und Diszipliniertheit. Jetzt ist das meine Arbeit und Karriere. Ich bin schon seit acht Jahren die Teilnehmerin der Nationalmannschaft der Republik Belarus. Ich habe den Titel des internationalen Sportmeisters. Langsam gehe ich zu meinem Ziel – die Olympischen Spiele.

– Welcher Moment Ihrer Sportkarriere ist der eindrucksvollste?

– Der eindrucksvollste Moment ist nat?rlich meine erste Goldmedaille. Das war der gew?hnliche republikanische Wettkampf, wir waren noch nicht so geschickt mit dem Ruder, belegten aber schon die ersten Pl?tze. Es war 2005, ich war damals 16, es freute mich sehr, eine Medaille zu gewinnen, ihr Wert war nicht so wichtig.

Meine erste Medaille – Silber – an einem internationalen Wettkampf eroberte ich 2006 an der Weltmeisterschaft unter 18 Jahren. Damals erwarb ich den Titel des Sportmeisters. Nach einigen Jahren, w?hrend der Europa-Meisterschaft erwarb ich den Titel des internationalen Sportmeisters.

Die Sommer-Universiade in Kasan war sehr eindrucksvoll. Das war ein Fest der Seele und des Sports. Alles war auf hohem Niveau organisiert. Das vergesse ich nie.

– Erz?hlen Sie was ?ber die Universiade.

– Unsere Sportart er?ffnete die Speile. Wir kamen in Kasan am Tag der belarussischen Unabh?ngigkeit an. Extra f?r uns Belarussen wurde ein klenes Fest mit Konzert veranstaltet. Das Niveau der Organisation des Wettkampfes war pr?chtig, gro?es Sportdorf, Musik an jedem Abend, Konzerte. Ich schien nicht an einem Wettkampf, sondern an einem Fest teilzunehmen. F?r mich war das der ruhigste Start, ohne Last von schweren Gedanken. Gute Arbeit, gute Erholung. Und Silber als Schluss. An der Universiade nahmen 160 L?nder teil, Belarus belegte den zweiten Platz. Unsere Rudermannschaft war die erfolgreichste. Super!

– Ihr Ziel ist an der Olympiade teilzunehmen, haben Sie noch Pl?ne f?r die Zukunft?

– Ich will die Uni beenden. Vielleicht w?hle ich da weiter noch ein Fach, an dem ich Hochschulabschluss kriegen will, aber nichts, was mit dem Sport zu tun hat. Vielleicht.

– Wie bek?mpfen Sie die Emotionen am Wettkampfstag? Haben Sie irgendwelche Tricks daf?r? Oder regen Sie vor dem Start nicht auf?

– Ich rege nat?rlich auf, aber jeder kl?rt die Situation auf seine eigene Weise. Ich verberge gew?hnlich alle Emotionen f?r mein Ziel, f?r meine Zukunft. Mein Trainer hilft mir sehr. Jeder Start hat seine Aufgabe. Das Wichtigste ist nicht durchzubrennen. Es kann passieren, dass man zum Start kommt und das Gewollte nicht macht, das ist das Schrecklichste. Aber im Gro?en und Ganzen lassen die Jahre der langen Vorbereitung mich konzentrieren.

– Welche Rolle spielt der Trainer in Ihrem Sportleben?

– Vieles h?ngt davon ab, wie der Trainer die Mannschaft stimmt. Ich habe mit verschiedenen Trainern gearbeitet und kann sagen, dass alles selbst vom Sportler abh?ngt. Der Trainer sieht im Voraus, was er zu tun hat: aufzumuntern – „Ihr schafft das! Ihr mach das!“ – oder im Gegenteil die Hand abzuziehen – „Ach, ihr k?nnt gar nichts!“ Nat?rlich funktioniert dieses psychologisches Moment, dann beginnt man zu denken: „Bin ich so hilfslos, dass ich das nicht machen kann?“ Und im Kopf dreht sich nur ein Gedanke, dass ich umgekehrt das alles schaffe, dass ich es allen jetzt beweise. Jeder Sportler braucht sein individuelles Herangehen.

– Wie erholen Sie sich/ Haben Sie ein Hobby?

– Mein Hobby ist Tanzen. Ich trainiere in Brest am Ruderkanal, dort befindet sich die Station unserer Frauen- und M?nnermannschaften. Im Zentrum gibt es verschiedene M?glichkeiten, Zeit zu vertreiben: Fitness, Aerobik, Schwimmhalle. Manchmal besuche ich den Tanzunterricht. Einmal sah mich mein Trainer und sagte: „Kriegst du zu wenig w?hrend des Trainings? Da willst du noch tanzen?“

– Bekamen Sie w?hrend Ihrer Sportkarriere irgendwelche Zeichen, Aberglauben zu den guten Leistungen?

– Eigentlich nicht. Wenn ich zu einem Wettkampf fahre, bringen meine Freunde. Bekannten und Verwandten mich zum Bahnhof. Jedes Mal vor meiner Abfahrt wird ein kleines Fest veranstaltet. Das bringt mich auf gute Gedanken und verleiht gute Laune. N?mlich das hilft mir bei den Starten. Es freut mich sehr, mit einer Medaille zur?ckzukehren, und im Flughafen oder am Bahnhof holt man mich mit Blumen ab. Es ist auch ein angenehmes Gef?hl, auf der Stra?e erkannt zu werden.

– Wollen Sie was unseren Studenten w?nschen?

– Mehr positiv zu sein, mehr Willenskraft und Ausdauer auf dem Weg zum Ziel. Hauptsache: man muss immer glauben: an die Idee, an seine Kr?fte und M?glichkeiten, dann schafft man alles!!!

– Vielen Dank, Katsiaryna, wir w?nschen Ihnen weitere gro?e Siege!

Text Iryna Shypko
Foto Aleh Beziazychny